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Mittwoch, Januar 7, 2026

Gutachten für Gericht von KI erstellt: Keine Vergütung

LG Darmstadt forderte medizinisches Gutachten an. Der Medizinprofessor erstellte dieses aber wohl nicht selbst, sondern ließ es durch KI generieren; verschiedene Bestandteile wie sich wiederholende Sätze und Nachfragen wesen wohl darauf hin. Daher kürzte das Gericht den Anspruch auf Vergütung auf 0 Euro. Volltext Beschluss des LG unter: https://www.rv.hesse … cument/LARE250001670
Berichte Z.B. bei

Dienstag, Januar 6, 2026

LLMs können nicht einschätzen, wie schwierig Aufgaben für menschliche Lernende sind

Ein Forschungsteam aus drei US-Universitäten (University of Maryland, Carnegie Mellon University, University at Buffalo) untersuchte, wie gut LLM die Schwierigkeit von Aufgaben aus Sicht von Menschen einschätzen.
Eine gute Einschätzung des Schwierigkeitsgrades von Aufgaben (Fragen oder Übungen) ist für die Bildungsbewertung natürlich von entscheidender Bedeutung, d.h., wenn man LLM entsprechend zur Lehre einsetzen will, sollte hier auch eine gute Einschätzung existieren, wie schwierig Aufgaben von Menschen eingeschätzt werden.
Das Team untersuchte in einer empirischen Studie über 20 Modelle.
Die Ergebnisse des Teams zeigen eine systematische Fehlausrichtung, bei der eine Erhöhung der Modellgröße kein zuverlässiger Lösungsansatz ist. Anstatt sich an Menschen anzupassen, konvergieren die Modelle zu einem gemeinsamen maschinellen Konsens.
Auch wurde in der Studie beobachtet, dass eine hohe Leistungsfähigkeit oft eine genaue Schwierigkeitseinschätzung behindert, da LLM Schwierigkeiten haben, die Leistungsgrenzen von Lernenden zu simulieren, selbst wenn sie ausdrücklich aufgefordert werden, bestimmte Kompetenzstufen anzunehmen.
Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die Problemlösungsfähigkeiten von LLMs nicht gleichbedeutend mit einem Verständnis der kognitiven Schwierigkeiten des Menschen sind, was die Herausforderung des Einsatzes aktueller Modelle für die automatisierte Prognose des Schweregrades von Aufgaben deutlich macht.
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Montag, Januar 5, 2026

Nutzung ChatGPT in der Schule bei Prüfung: Täuschung, Note 6

Ein Schüler (9. Klasse, Gymnasium Hamburg) nutzte ChatGPT für eine Arbeit, was seitens Schule nicht erlaubt war. Da die abgegebene Arbeit sich deutlich von den mündlichen Leistungen unterschied, befragte der Lehrer den Schüler und dieser gab die Nutzung zu. Daraufhin erhielt die Arbeit die Note “6” wegen Täuschungsversuchs.
Die Eltern gingen mit einem Anwalt dagegen vor, beantragten einstweiligen Rechtsschutz.
VG Hamburg urteilte (Beschluss v. 2025-12-15, Az. 2 E 8786/25):

Da in jedem geforderten Leistungsnachweis eine eigenständige und reguläre Prüfungsleistung vorausgesetzt wird, liegt eine Täuschungshandlung vor, wenn der Prüfling eine solche Prüfungsleistung vorspiegelt, obwohl er sich in Wahrheit bei deren Erbringung unerlaubter Hilfe bedient hat. Unerlaubt ist eine die Eigenständigkeit der Bearbeitung beeinflussende Hilfe, die nicht zugelassen ist. Denn Prüflinge haben mangels anderweitiger Vorgaben davon auszugehen, dass sie eine Leistung vollumfänglich eigenständig zu erbringen haben, solange ihnen keine die Eigenständigkeit der Leistungserbringung berührenden Hilfestellungen z.B. in Gestalt von Formelsammlungen, Wörterbüchern, vorgegebenen Quellen, bestimmten Taschenrechnern, Rechtschreibprogrammen, der Bearbeitung der Aufgabe als „open book Klausur“ oder unter Zulassung von Gruppenarbeit ausdrücklich erlaubt werden.
ChatGPT stellt ebenfalls ein Hilfsmittel dar, das jedenfalls beim Verfassen von Texten die Eigenständigkeit der Leistungserbringung beeinflusst. […] Soweit sich der Antragsteller darauf beruft, die Lehrkräfte der Schule hätten eingeräumt, es gebe noch keine klaren Regeln zur Nutzung von künstlicher Intelligenz an der Schule, stellt dies gerade keine ausdrückliche Zulassung von ChatGPT als Hilfsmittel in der konkret geforderten Prüfungsleistung dar.

Ist, glaube ich, eines der ersten Urteile bzgl. unerlaubten KI-Einsatz in der Schule, daher vielleicht von Interesse.
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KI-System führt mündliche Prüfungen bei Studierenden durch

Studierende schrieben erstaunlich gute Hausaufgaben. Wie es der Professor ausdrückte: “Not ’strong student’ good. More like ‘this reads like a McKinsey memo that went through three rounds of editing,’ good.”
Studierende, bei denen mündlich nachgefragt wurde, konnten ihre Hausaufgaben nicht nachvollziehen. Und dies in einem Ausmaß, der nicht mehr mit Aufregung oder Stress erklärbar waren. Fazit: Die Studierenden ließen eine KI die Hausarbeiten schreiben und gaben diese ab.

So weit, so bekannt, könnte man denken. Interessant war die Reaktion: inspiriert durch die Nutzung von KI bei Bewerbungsgesprächen wurden VoiceAI-Agenten zur Prüfung eingesetzt, wobei durch das KI-System detaillierte Fragen sowohl zum Abschlussprojekt als auch zu Kursinhalten stellten.

Zu Beginn gab es Schwierigkeiten wie z.B. schlechte Interaktion der KI-Agenten mit den Studierenden.

Eine Umfrage unter den Studierenden zeigte gemischte Reaktionen: Nur 13 Prozent bevorzugten das KI-Format, doppelt so viele eine mündliche Prüfung mit einem Menschen. 83 Prozent empfanden die KI-Prüfung als stressiger als schriftliche Prüfungen. Aber 70 Prozent stimmten zu, dass sie ihr tatsächliches Verständnis testete: der höchstbewertete Punkt in der Umfrage.
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Sonntag, Januar 4, 2026

Science Context Protocol soll Zusammenarbeit in der Forschung verbessern

Das Science Context Protocol (SCP) ist ein offener Standard und baut auf dem Model Context Protocol (MCP) von Anthropic auf. Dabei wird MCP um spezifische Funktionalitäten erweitert, welche gezielt die Forschung adressieren wie beispielsweise umfassendere Metadaten zur besseren Beschreibung.
Es soll ein globales Netz autonomer wissenschaftlicher Agenten entstehen, welches Forschung durch verbesserte Skalierbarkeit, Reproduzierbarkeit und die Möglichkeit zur institutionsübergreifenden Zusammenarbeit beschleunigt.
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