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Samstag, Mai 30, 2026

Männliche Forscher in den Sozialwissenschaften setzen KI häufiger ein als Frauen

Anthropic untersuchte die Nutzung von KI-Coding-Tools in den Sozialwissenschaften. Dazu erfolgte im Zeitraum von Februar bis März 2026 eine Befragung von 1.260 Sozialwissenschaftlern zum Einsatz von KI und Programmierassistenten. Diese Sozialwissenschaftler spezialisierten sich auf quantitative Forschung und wurden ausdrücklich für die Teilnahme an einer Studie zu Arbeitsabläufen und dem Einsatz von KI rekrutiert. Die Umfrage erfolgte per E-Mail.
Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die meisten Befragten (81 %) gaben an, KI-Chatbots bereits in der Forschung ausprobiert zu haben, insbesondere zum Schreiben von Code und zum Bearbeiten von Texten. Aber nur 16 % der Befragten (20% der KI-Nutzenden) integrierten Programmierassistenten – Tools wie Claude Code, die selbstständig Analysecode schreiben und ausführen – in ihre Arbeit.
  • KI wird hauptsächlich zum Schreiben von Code und zum Überarbeiten von Texten verwendet.
  • Nutzer von Kodierungswerkzeugen veröffentlichen mehr Arbeitspapiere und Förderanträge, doch könnte dies bereits bestehende Unterschiede unter den Early Adopters widerspiegeln.
  • Forscher mit typisch männlichen Namen nutzen Programmierassistenten doppelt so häufig wie diejenigen mit weiblichen Namen.
  • Etwas mehr als 25 % der Doktoranden und Postdocs nutzt Programmierassistenten mindestens einmal pro Woche; bei Professoren mit Festanstellung sind es nur etwa 9 %.

Anthropic geht davon aus, dass die Befragten sowohl intensivere Nutzer sind als auch gegenüber LLMs positiver eingestellt sind als Nicht-Teilnehmer.
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